Spiritusblog

»… daß euer Geist nicht mit euerer Lage verarme« (Jean Paul)

Autoren-Archive

Joachim Landkammer

Blumenberg I, Schiffbruch mit Zuschauer

Zur Sitzung am 11.9. Dissens bestand über die Frage, ob die von Blumenberg referierte, in verschiedenen Epochen aufgerufene Grund-Unterscheidung zwischen dem festen, sicheren Land und dem ungewissen, gefährlichen, unkontrollierbaren Meer auf heutige Vorstellungen überhaupt noch übertragbar ist, da uns, als den „modernen Menschen“, die Existenz einer solchen unvertrauten Sphäre des Unheimlichen, Abweisenden und Unbewohnbaren gar nicht mehr plausibel erscheint – wir sind mittlerweile, um ebenfalls eine nautisch-aquatische Redewendung zu bemühen, […]

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Die Zeitung von gestern (12)

Der Schlachtruf der Solidarität – Dietmar Daths Beschwörung der linken Weltformel (3.11.2017) Joachim Landkammer Er hat es wieder getan. Er durfte es wieder tun. Ab und zu darf der Salon- und Feuilleton-Kommunist der FAZ, Dietmar Dath, nicht nur über Pop- und Rockmusik, sondern auch mal über seine eigentlichen, über richtige Themen schreiben, also über das Böse und das Gute, also über die Bösen und die Guten, also darüber, was „für […]

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Des Teufels philosophierender Advokat. Warum man die AfD in der politischen Debatte nicht braucht

Joachim Landkammer Der Theorieblog.de berichtet über die Debatte, die sich im Nachgang zur Einladung des AfD-Politikers Marc Jongen zur Konferenz „Crises of Democracy: Thinking in Dark Times“, die 12./13.10. am „Hannah Arendt Center for Politics and Humanities“ am Bard College, New York entsponnen hat: eine Reihe von ProfessorInnen (darunter Seyla Benhabib, Judith Butler, Rainer Forst, Axel Honneth u.a.) haben gegen diese Einladung in einem Offenen Brief an den Leiter des […]

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Kleine Kant-Schriften II: Was ist das „Bedürfnis der Vernunft“?

Joachim Landkammer In dem kurzen Essay „Was heißt: sich im Denken orientieren?“ (1786), der als Kants „Beitrag zum Pantheismus-Streit“ (1785ff.) geführt wird – in dem der Philosoph Friedrich Heinrich Jacobi nachweisen wollte, daß der Spinozismus aufgrund seines rationalistischen Pantheismus‘ zum Atheismus führen muß (was Spinoza-nahe Intellektuelle wie Lessing, Goethe, Herder, Mendelssohn hochgradig beunruhigen und diskreditieren sollte) – positioniert sich Kant, nach wiederholter Aufforderung, doch zu der Debatte Stellung zu nehmen, […]

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