Spiritusblog

»… daß euer Geist nicht mit euerer Lage verarme« (Jean Paul)

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  • Blumenberg IIa: Schiffbruch mit Zuschauer

    20. September 2019 by

    Als Nachtrag zum Beitrag II: Andrea Rodighiero hat 2009 in einem Aufsatz in „md. Materiali e discussioni per l´analisi dei testi classici“ u.a. auf eine Wiederkehr des Lukrez-Topos bei Proust hingewiesen. Im Band 4 („Sodom und Gomorrha“) seiner „Suche nach der Verlorenen Zeit“ wird eine Szene mit dem gealterten, todkranken Swann so geschildert: Die drei Anfangsworte „Suave, mari magno…“ genügen hier, um Lukrez‘ Anfang des zweiten Buchs „De rerum natura“… Weiterlesen

  • Blumenberg II: Schiffbruch mit Zuschauer

    19. September 2019 by

    Blumenberg zeichnet eine Evolution der Schiffbruchs-Zuschauer-Metapher nach, die man als paradoxale gleichzeitige Dramatisierung und Normalisierung beschreiben könnte: wenn die klare Trennung Schiffbrüchige vs. Zuschauer wegfällt bzw. verwischt wird, weil „wir“ gleichzeitig beides sind, dann wird auch klar, daß das „Abenteuer Seefahrt“ gar kein Resultat einer Entscheidung mehr ist (die den „Mutigen“ vom „Furchtsamen“ unterscheiden könnte), sondern – navigare necesse est! – der Aufbruch ins Ungewisse ist uns qua Existenz immer… Weiterlesen

  • Blumenberg Ia, Schiffbruch mit Zuschauer

    13. September 2019 by

    Noch zu dem, worüber wir auch noch nicht diskutiert haben… Wenn man Wert auf Aktualisierbarkeit legt, könnte man an die Gegenüberstellung Horaz/Alkaion, die Blumenberg S. 46ff. (wichtig dazu auch die Anmerkungen 49ff.) diskutiert, anknüpfen und hier die immer wiederkehrende Frage nach dem Grad der Rede- und Erklärungslegitimität des Teilnehmers vs. der des Beobachters bewegt sehen.

  • Blumenberg I, Schiffbruch mit Zuschauer

    12. September 2019 by

    Zur Sitzung am 11.9. Dissens bestand über die Frage, ob die von Blumenberg referierte, in verschiedenen Epochen aufgerufene Grund-Unterscheidung zwischen dem festen, sicheren Land und dem ungewissen, gefährlichen, unkontrollierbaren Meer auf heutige Vorstellungen überhaupt noch übertragbar ist, da uns, als den „modernen Menschen“, die Existenz einer solchen unvertrauten Sphäre des Unheimlichen, Abweisenden und Unbewohnbaren gar nicht mehr plausibel erscheint – wir sind mittlerweile, um ebenfalls eine nautisch-aquatische Redewendung zu bemühen,… Weiterlesen

  • Eigenzeiten, innerhalb/außerhalb

    2. Dezember 2017 by

    Joachim Landkammer Man nimmt sich, man bekommt (Dank an die Töpfer-Stiftung) „eine Woche Zeit“ – bzw., präziser, drei Tage Zeit, mit einer langen abendlich-nächtlichen Einleitung. Die Zeit soll genutzt werden für das, was auch dauerndes Thema war: Interaktion unter Anwesenden.

  • Die Zeitung von gestern (12)

    27. November 2017 by

    Der Schlachtruf der Solidarität – Dietmar Daths Beschwörung der linken Weltformel (3.11.2017) Joachim Landkammer Er hat es wieder getan. Er durfte es wieder tun. Ab und zu darf der Salon- und Feuilleton-Kommunist der FAZ, Dietmar Dath, nicht nur über Pop- und Rockmusik, sondern auch mal über seine eigentlichen, über richtige Themen schreiben, also über das Böse und das Gute, also über die Bösen und die Guten, also darüber, was „für… Weiterlesen

  • Des Teufels philosophierender Advokat. Warum man die AfD in der politischen Debatte nicht braucht

    27. Oktober 2017 by

    Joachim Landkammer Der Theorieblog.de berichtet über die Debatte, die sich im Nachgang zur Einladung des AfD-Politikers Marc Jongen zur Konferenz „Crises of Democracy: Thinking in Dark Times“, die 12./13.10. am „Hannah Arendt Center for Politics and Humanities“ am Bard College, New York entsponnen hat: eine Reihe von ProfessorInnen (darunter Seyla Benhabib, Judith Butler, Rainer Forst, Axel Honneth u.a.) haben gegen diese Einladung in einem Offenen Brief an den Leiter des… Weiterlesen

  • Kleine Kant-Schriften III: Pflichten- oder Tierethik?

    21. Oktober 2017 by

    Joachim Landkammer Kants 1793 in der „Berlinischen Monatsschrift“ (neun Jahre zuvor war dort auch „Was ist Aufklärung?“ erschienen) publizierte Abhandlung „Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis“ ist Teil seiner sich länger hinziehenden Auseinandersetzung mit dem „Popularphilosophen“ Christian Garve.

  • Radical Chic, oder: Die Welt als Salon

    18. Oktober 2017 by

    Maren Lehmann Lunch Talk in der White Box der ZU am 18.10.2017   Tom Wolfe (nicht zu verwechseln mit Thomas Wolfe) hat im Juni 1970 einen Artikel im New York Magazine publiziert, der den Begriff geprägt hat, mit dem ich meinem kurzen Vortrag überschrieben habe: radical chic.

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