Herbst 21: Schüchternheit

Anders lieben (leben, loben). Nochmal zu Thomas Manns „Die Hungernden“

Die „Studie“ des 27-jährigen Thomas Mann, die wohl auch als eine Vor-Studie zur ein Jahr später erschienenen Novelle Tonio Kröger zu verstehen ist, versucht die Hilflosigkeit eines zwischen Abneigung und Zuneigung zu seinen Mitmenschen hin- und hergerissenen, über diese Hilflosigkeit etwas hilflos reflektierenden Individuums zu artikulieren. Im Nachgang zu unserer z.T. etwas erregten Diskussion möchte ich noch einmal meine Position deutlich machen, meine Vorbehalte gegen die meisten im Lauf der Diskussion geäußerten Meinungen und Haltungen… Weiterlesen

Herbst 21: Schüchternheit

Schüchternheit beherrschen

Schüchternheit, wie Stäheli, nicht als individuellen, psychologischen, zu therapierenden Charakterzug sondern als soziales Phänomen zu diskutieren erlaubt auch den Verdacht, dass die Zuschreibung eines Unvermögens (zur Kommunikation, zur Selbstdarstellung, sich in Geselligkeit einzubringen, …), das dann auch verzeihbar wäre – weil da ja jemand schon gerne würde, aber halt nicht kann, sich nicht traut –, für den, dem die Schüchternheit attribuiert wird, nicht nur zum Problem werden, sondern durchaus attraktiv sein könnte. Man könnte es,… Weiterlesen