Spiritusblog

»… daß euer Geist nicht mit euerer Lage verarme« (Jean Paul)

Autoren-Archive

Joachim Landkammer

J. Vogl I: Ethnologische Anti-Ökonomik

Von Joachim Landkammer Joseph Vogl beginnt das Vorwort seiner 2002 das erste Mal erschienenen Habilitationsschrift Kalkül und Leidenschaft. Poetik des ökonomischen Menschen* (dessen Lektüre und Diskussion der Spirituskreis sich in diesem Frühling 2020 widmen wird) mit einer auf M. Mead und K. Polanyi gestützten Beschreibung der Lebenswelt eines Einwohners von Papua-Neuguinea.

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Was Menschen können (werden)

Zur Podiumsdiskussion „Künstliche Intelligenz als Apokalypse?“ mit Jan Söffner, Hans Ulrich Gumbrecht und Sam Ginn (11.2.2020)* Von Joachim Landkammer Aus dem großen Reservoir an möglichen Stellungnahmen und Einwänden zu dieser Diskussion sei zunächst nur dieser eine Punkt ausgewählt: Sam Ginn, der hochdotierte forsche Start-Up-Gründerstar, meinte, die Lächerlichkeit unserer Vorstellung, den Rechnern und der „künstlichen Intelligenz“ etwas voraus haben zu können, damit illustrieren zu können, daß er behauptet, wir hätten bisher […]

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Nochmal zur Bamberger „Geste der Völkerverständigung“ in China

Von Joachim Landkammer Hartmut Welscher hat unter dem Titel „Rote Sonne, schöne Bilder. Deutsche Orchester auf Asientournee“ den hier im Blog geschilderten und mehrfach kommentierten Vorgang in seinem Online-Magazin VAN aufgegriffen, allerdings nur als Texteinstieg und Aufhänger. So richtig das von seiner Überschrift ja bereits angedeutete Anliegen sein mag, sich auch einmal über die ökologische („nachhaltige“) Sinnhaftigkeit von Orchester-Fernreisen Gedanken zu machen, so sehr verkürzt und relativiert es das musikpolitische […]

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„Völkerverständigung“ im Geiste Maos – Die Bamberger Symphoniker fallen in China auf die Knie

Von Joachim Landkammer Was ist der Sinn der sog. „klassischen“ Hochkultur, sofern sie nicht zum unreflektiert weitergeschleppten Traditionsgut konservativer Modernitätsverweigerer oder zum teuren Renommierobjekt einer privilegierten Schicht und ihrer eitlen Distinktionsbedürfnisse verkommen ist? Doch wohl einzig der, den allerhöchsten Perfektions- und Qualitätsanspruch all dessen, was zum Kanon des Klassischen und zu dessen strengen Produktions- und Rezeptionsvoraussetzungen gehört, auch mit einem strengen Vorbehalt gegen alles halbseidene, unechte, dilettantisch-kompromißlerische Außer- und Nichtkünstlerische […]

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Blumenberg V: Sprachsituation und immanente Poetik

Am Anfang des 2012 neu herausgegebenen Nachlaß-Texts „Quellen“ nennt Blumenberg zwei in der Geschichte begegnende „Grundformen“ von „Ordnungsrufen“: „ad res“ und „ad fontes“. Der erste Ruf, der ein (Zurück) „Zu den Sachen“ fordert, „bindet sich an die „Disjunktion von Sachen und Worten, Wirklichkeit und bloßer Rede, Realismus und Rhetorik“ (9). Wir kennen diese philosophiegeschichtlich u.a. mit Husserl verbundene Maxime („Wir wollen auf die ‚Sachen selbst‘ zurückgehen“ heißt es 1900 in […]

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Mit Behörden reden – Formularreplik mit Morgenstern (I)

Work in progress – 1. Lieferung Die Behörde Korf erhält vom Polizeibüro ein geharnischt Formular, wer er sei und wie und wo. Welchen Orts er bis anheute war, welchen Stands und überhaupt, wo geboren, Tag und Jahr. Ob ihm überhaupt erlaubt, hier zu leben und zu welchem Zweck, wieviel Geld er hat und was er glaubt. Umgekehrten Falls man ihn vom Fleck in Arrest verführen würde, und drunter steht: Borowsky, […]

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